In Südkorea Sprachen unterrichten
Nach Südkorea zu reisen und dort Sprachen zu unterrichten, war lange Zeit ein Geheimtipp unter Weltenbummlern. Nun ist das aber nicht so einfach wie es scheint, auch wenn in Südkorea scheinbar alles etwas lockerer gehandhabt wird als in Deutschland. Möglich ist das Unterrichten einer Sprache natürlich privat, hier kann das Gehalt frei verhandelt werden und es besteht keine Bindung zu einem Arbeitgeber. Für eine Dauer von bis zu drei Monaten ist das mit einem normalen Touristenvisum möglich. Wer länger bleiben möchte, muss sich ein Arbeitsvisum besorgen. Allerdings gibt es auch nicht gerade wenige Menschen, die kurz vor Ablauf des Touristenvisums nach Japan oder China fliegen und von dort aus wieder nach Südkorea zurückkehren. So haben sie einfach ein neues Touristenvisum bekommen, was wieder für drei Monate gültig ist und sie haben sich die Zeit im Immigration Center gespart. Sprachinstitute suchen in Südkorea Lehrer, möglich ist auch eine Beschäftigung als Lehrbeauftragter. Dafür muss allerdings ein Arbeitsverhältnis mit einer deutschen Spracheninstitution nachgewiesen werden.
Angebot und Nachfrage bedingen sich auch in Südkorea. Viele Kanadier, Amerikaner und Briten bieten hier Sprachenunterricht an. Folglich ist die Nachfrage an Englischlehrern nicht besonders groß, das Angebot ist einfach zu reichlich. Anders sieht die Sache schon mit der deutschen Sprache aus. Denn für Deutsch gibt es nur wenige Lehrer, die Nachfrage ist hoch und das wirkt sich natürlich auch auf den Preis aus. Generell verlangen die meisten Institutionen und Arbeitgeber, die einen Sprachenlehrer in Südkorea beschäftigen wollen, dass der Bewerber ein Muttersprachler ist. Zudem wird ein abgeschlossenes Studium in einem frei wählbaren Bereich vorausgesetzt. Vorkenntnisse im pädagogischen Bereich hingegen müssen nicht zwingend vorhanden sein. Einfacher ist es einfach nach Südkorea zu reisen und dort einen Job zu suchen. Hier wird fast alles über Kontakte abgewickelt und die lassen sich von Deutschland aus nun einmal schwer knüpfen.